Mittwoch, 6. April 2011

Expeditionstagebuch - Kapitel 5

"Die Hottentotten nennen das Denken die Geißel des Lebens." (Georg Christoph Lichtenberg, deutscher Physiker und Schriftsteller, 1742 - 1799)
Nach dem besten Omlette meines Lebens ging es dann mit dem Truck weiter nach Sossusvlei, indem es das erste Mal seit 25 Jahren geregnet hatte und daher noch spektakulärer sein sollte als sonst. Um beim Genuss dieser Sensation nicht durch Harndrang gestört zu werden, wollte ich meine Sextanerblase vor der Einfahrt in das „Todestal“ entleeren und begab mich zu einem genial-einfachen Wüstenpissoar , welches einen ungeahnten Komfort bot. Durch schicke aus dem Wüstenboden -aufnahmefreudig dem Firmament entgegen ragende- Plastikrohre und freie Sicht auf Sanddünen, wurde das Wasserlassen zu einem ungeahnten Erlebnis. Dies wurde nicht zuletzt durch eine (etwas schmale) Auflagefläche erreicht, welche zur sorglosen anderweitigen Nutzung beider Hände einlud.

Sossuvlei-01

Alsdann ging es mit einem Geländewagen über Sandpisten hinein ins Tal (Gerne bezahlten wir für einen 10min Transfer ca. 10€!). Jener Platz schien im Allgemeinen von Touristen recht gut frequentiert (Daher wohl auch die 10€), jedoch ließen wir uns an enem einsamen Seelein absetzen, um ebendiesen zu erkunden.

Sossuvlei-02

Wasser in der Wüste ist zwar auch für den Wüstenleihen etwas kurioses, jedoch nichts sensationelles (10€ !!!). Ausgerechnet die einzige Person, die wir an jenem Orte trafen, war natürlich.....ja....deutscher Herkunft. Darauf angesporchen ob der er tatsächlich Deutscher sei, antwortete jener: "Bin Bayer!"

Sossuvlei-03

Sossuvlei-04
Sorry Sep!

Nachdem wir dann wieder zum Taleingang verbracht wurden und zurück ins Camp fuhren, mussten erstmal alle Poren und Ritzen vom Sand der Namib befreit werden. Hierbei fielen mir nun diverse Blasen an meiner linken "Oberbrust" auf. Jene säumten den Weg vom oberen Schulterbereich bis zu meinem Brustwarzenvorhof (ca. 1-1,5cm Durchmesser, nix großes). Ob der Sicherheit es handle sich lediglich um Wasser- oder Eiterblasen, brachte ich jene zum Platzen. Vorbeugungshalber ließ ich eine Blase unberührt und zeigte sie unseren Tropenschamanen (Tourguides, Diagnose: Von einem Käfer angepeiselt worden). Jene meinten, ich hätte genau das getan, was man in so einer Situation nicht machen sollte. Hintergrund: Da der Europäer nicht an afrikanische Keime gewöhnt ist, muss die Epidermis in jedem Falle geschlossen bleiben, um Infektionen zu verhindern. Nun stand ich inmitten des Campingplatzes, freier Oberkörper, stark blutend und den hinterhältigen afrikanischen Keimen ausgesetzt. Da gab mir der Schamane ein Antiseptikum, welches ich auftragen sollte. Etwas übermütig seifte ich mich damit ein, nur um mir vor Schmerzen beinahe die Zunge abzubeißen (Hinweis auf der Verpackung: Nur in extrem geringer Menge auftragen, weil extrem brennend).

Nun gut, mit der Gewissheit, dass sich an jener eingeseiften Stelle nie wieder etwas entzünden wird, setzten wir unsere Reise fort. Ich bin nun quasi in Drachenblut gebadet....aus Antiseptika...

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