Sonntag, 3. April 2011

Expeditionstagebuch - Kapitel 3

"Die Nächstenliebe der Hottentotten im Sinne einer steten gegenseitigen Hilfe, ihre Ehrfurcht vor dem Alter, ihre Achtung der Frauen, ihre Zuneigung zu den Kindern und ihre Enthaltsamkeit fremden Eigentum gegenüber sind die wichtigsten Gebote dieses Volkes. Es sind aber gerade diese Normen, die einer zivilisatorischen Entwicklung im Wege stehen, da ebendiese auf dem Prinzip der Konkurrenz unter Individuen beruht" (Bericht an die Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften, Dr.Leonhardt Brunkhorst, 1905).
Nach meiner tierischen Entdeckung galt es das Lager abzubauen und in RIchtung Sossusvlei aufzubrechen (4h-5h Fahrtdauer). Die Kugellagerprobleme der "alten Dame"/ unseres Trucks wurden an jenem Tage prekär und so mussten wir mit schonenden 30km/h über die Pisten brettern. Als ich in Uwe Timms "Morenga" blätternd auf den Ortsnamen Helmeringhausen stieß, welcher ca. 5 Min später ebenfalls auf einem Straßenschild auftauchte, war ich von der Idee beseelt, diesen Ort zu besuchen. Aber wie (Die Route war fix und Abweichungen können in Schlimmstfall versicherungstechnische Konsequenzen haben)?

Ich forderte energisch, aber höflich und mit Einsatz meines rudimentär vorhandenen bübischen Charmes, eine Reparatur des Trucks an jenem Orte, da ich ungern später in der Namib feststecken wolle. Nachdem ich mit Freude erkannte, dass die Reparaturversuche unserer Guides fehl schlugen und ich preußisch-militärisch erneut zu einer ordentlichen Reperatur drängte (Meine erfundene Behauptung, in Helmeringhausen gäbe es eine Werkstatt, sollte sich als wahr erweisen...Ich wusste lediglich, dass jene Ortschaft ein wichtiger Versorgungspunkt der Gegend ist und in einem solchen muss es auch eine Werkstatt geben...), machten wir uns auf den Weg nach Helmeringhausen.

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Helmeringhausen - Komplett

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Helmeringhausen: 10x Gebäude, davon: 1xLodge, 1xTankstelle/Werkstatt, 1xFarmermuseum, 2xKiosk und ein offizieller Fanshop!

Unfassbarerweise hatte dieses Mini-Schuckenbaum des Südens einen eigenen Giftshop, in dem -und hier begann das Wunder von Helmeringhausen- es T-Shirts mit Erdmännchen über dem Ortsnamenschriftzug zu kaufen gibt! Gesehen, nicht überprobiert und dann logischerweise gekauft!

Anschließend -unser Truck wurde gerade fachmännisch mitten auf der (einen) Straße repariert- verweilten wir in einem Cafe, welches natürlich von Deutschen geführt und von ebensolchen während unseres Aufenthalts massig besucht wurde. Interessanterweise rannte eine Oryx-Antilope unangebunden durch das Cafe bzw. zwischen den Tischen umher.

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Jene Antilope wurde vom Eigentümer des Cafes als Baby-Oryx gefunden und aufgezogen. Auf meine Anmerkung, dass die Hörner dennoch gefährlich seien, entgegnete mir dieser: "Ja, stimmt! Willste die Antilope mal Deinen Daumen lutschen lassen?" - Da lasse ich mich nicht lumpen...

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Nach dieser tierischen Erfahrung musste ich noch eine Sache in Helmeringhausen korrigieren - Spaß muss sein!

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In diesem Sinne!

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